Winnie Puuh Kindertagesstätte

TSG Frankfurter Berg - Alles stürzt sich auf den Ball, 11. Juli 2015

Das Kindergarten-Fußballturnier der TSG Frankfurter Berg ist inzwischen eine feste Institution. Es bringt den Nachwuchs-Kickern viel Freude und verbessert gleichzeitig die Integration.

Frankfurter Berg. 

Im dichten Pulk rennen die Kinder dem Ball hinterher. Dort, wo er hinfliegt, bildet sich sofort eine dichte Traube aus Kinderbeinen. „Sie rennen einfach drauflos. Von Taktik ist keine Spur“, sagt Daniel Meisinger, der Vorsitzende der TSG Frankfurter Berg. Bereits zum fünften Mal richtet der Verein für die umliegenden Kitas das Kindergarten-Turnier auf seiner Sportanlage am Ginsterweg aus. „Für unsere Kinder ist es der Höhepunkt des Jahres. Als sie erfuhren, dass sie mitmachen können, war die Freude groß“, sagt Manuela Ackermann, Betreuerin in der Kita „Eddy’s Burg“.

Vor allem sei das Turnier für die ältesten Kinder gedacht, die Fünf- und Sechsjährigen, erklärt Meisinger. „Damit alle Mannschaften etwa auf demselben Niveau sind.“ Natürlich gebe es bei jedem Spiel einen Sieger, „schon die Kleinen wollen auf jeden Fall gewinnen“. Doch am Ende, sagt er, gibt es weder Sieger und Verlierer: Alle erhalten eine Urkunde aus der Hand des Sportdezernenten Markus Frank (CDU). Und statt eines Pokals erhält jede Kita eine große Kiste mit Obst.

Jeden Tag am Ball

Vor allem bei den älteren Kindern sei Fußball eine der beliebtesten Beschäftigungen im Kindergarten, erklärt Manuela Ackermann. „Außer in der spielzeugfreien Zeit können sie jeden Vormittag draußen Fußball spielen. Wenn dann mal kein Ball da ist, ist das sofort ein großes Drama.“ Und das übrigens nicht nur bei den Jungen, sondern auch bei den Mädchen – auch wenn die jüngeren unter ihnen oft noch etwas hin und hergerissen seien. „Bei uns ist immer mindestens ein Mädchen in jeder Mannschaft dabei.“

Fast schon professionell hat sich die Kita „Winnie Puuh“ der „Deutschen Jugend aus Russland“ in der Homburger Landstraße auf das Turnier vorbereitet. „Wir haben auf unserem Gelände einen eigenen kleinen Fußballplatz mit zwei Toren. Dort wird ständig gespielt“, erklärt die Leiterin, Irina Haupt. Außerdem hat Luigi Saporito, U 13-Mädchentrainer bei Eintracht Frankfurt und Ehemann einer Kita-Mitarbeiterin, dort mehrfach mit den Nachwuchs-Kickern geübt.

Verein bietet Sport in Kitas

Das Turnier entstand, als Meisinger Vorsitzender des Vereins wurde. „Damals hatten wir nur noch vier Nachwuchsmannschaften. Zusammen mit Nicole Schickentanz, unserer heutigen Webmasterin, überlegte ich, wie wir die Nachwuchsarbeit beleben können.“ Also sprachen sie mit allen Kindergärten im Umkreis und beschlossen: Wir bieten in den Kitas Sport an.

Also bewarb sich die TSG für das Projekt „Mehr Bewegung in den Kindergarten“, über das die Übungsleiter, die in den Kindergärten zusätzlichen Sport anbieten, bezahlt werden. Ein weiteres Projekt, das der Verein mit zwei Jugendhäusern begann, gebe es leider heute nicht mehr. Das Kita-Projekt aber laufe erfolgreich weiter, so Meisinger.

„Das Kita-Projekt dient auch der Integration“, erklärt Meisinger. Über den Sport in den Kitas gewinne die TSG auch neue Mitglieder. Inzwischen gebe es wieder 14 Nachwuchs-Fußballmannschaften. „Wir bemühen uns, auch die Eltern einzubinden. Mit Veranstaltungen wie Grillen, aber auch regelmäßigen Gesprächen.“ Das sei aufwendig, da die Eltern aus anderen Ländern etwas wie das deutsche Vereinsleben meist nicht kennen.

Diese Integrationsarbeit der TSG sei ein Paradebeispiel für Integration, lobt Markus Wehenkel von der Sportjugend Hessen, die für das Kindergarten-Turnier ihr mobiles Kleinfeld zur Verfügung stellt. „Durch die Zusammenarbeit mit den Kitas werden die Eltern erreicht und durch die Einbindung in den Verein integriert.“

Beitrag auf der Seite der Frankfurter Neue Presse.

Sonntag, 20. März 2011

Stadtverordneter Thomas Kirchner spricht zur Einweihung der Kindertagesstätte der DJR "Winnie Puuh"

Am 18. März 2011 eröffnete im Stadtteil „Frankfurter Berg“ die Kindertagesstätte „Winnie Puuh“ des Vereins „Deutsche Jugend aus Russland e.V.“ (DJR). Als Laudator war neben der Bürgermeisterin Jutta Ebeling, der Hessischen Landesbeauftragten für Heimatvertriebene Margarete Ziegler-Raschdorf, dem Stadtverordneten Turgut Yüksel auch der Integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Römer Thomas Kirchner dabei.

In seinem Grußwort wies Kirchner, der den Verein bei dessen Auszeichnung mit dem Integrationspreis der Stadt Frankfurt am Main im Jahre 2008 kennen gelernt hat auf die Bedeutung der größtenteils ehrenamtlichen Arbeit hin, die von der DJR geleistet wird. Neben Nachhilfe-, Sport- und Kulturangeboten ist es insbesondere das Ziel, junge Menschen auf ihren Weg durch die Schule und in den Beruf zu begleiten, das den Verein auszeichnet.

Dies zeigt sichinsbesondere in der Elternarbeit, wo man Kenntnisse über das deutsche Bildungs- und Erziehungssystem vermittelt und über die Anforderungen, die die hiesige Gesellschaft an die Zugewanderten stellt, informiert. So gelingt es der DJR in vorbildlicher Weise, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration in das Leben in Frankfurt zu vermitteln und zugleich die kulturellen Wurzeln der ehemaligen Heimat zu bewahren.

So gewinnen beide Seiten, denn das Beherrschen einer weiteren Sprache, die eine bilinguale Bildung mit sich bringt, ist wahrlich kein Nachteil. Für die Kinder nicht und auch nicht für unsere Stadt, die als internationale Banken- und Handelsmetropole ein Interesse daran haben muss, Bürgerinnen und Bürger zu haben, die über die Sprachen Kontakte in alle Welt knüpfen können.

Beitrag auf der Seite CDU Stadtbezirksverband Gallus und Gutleut. Bildlizenz mit freundlicher Genehmigung des DJR.

Einweihung der bilingualen deutsch-russischen Kindertagesstätte in Frankfurt

Foto: Die Kinder des Kindergarten „Winnie Puuh“ und Kinder der Deutschen Jugend aus Russland führten bei der Einweihungsfeier ihre Tänze und Lieder vor.

Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf dankt der Deutschen Jugend aus Russland und allen Verantwortlichen

Frankfurt. Eine große Schar von Eltern, erwartungsfrohen Kindern und Gästen war zur Einweihung der ersten bilingualen Kindertagesstätte „Winnie Puuh“ in Frankfurt-Preungesheim gekommen um das Ereignis bei Spiel, Musik, Tanz und einem „bilingualen Buffet“ zu feiern.

Die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf überbrachte allen Anwesenden die herzlichen Glückwunsche der Hessischen Landesregierung, insbesondere von Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Stefan Grüttner.

„Mit Dankbarkeit und auch Stolz blicken wir bei der heutigen Einweihungsfeier auf diese ganz besondere Einrichtung in ihren großzügig und ansprechend gestalteten Räumen. Ich danke allen Verantwortlichen, die mit Idealismus, Ausdauer und nicht nachlassender Kraft das Ziel ins Auge gefasst, Verbündete gewonnen und - wie wir heute sehen- die Idee einer bilingualen deutsch-russischen Kindertagesstätte in Frankfurt in die Tat umgesetzt haben. Stellvertretend für alle Verantwortlichen, für die Ideengeber und fleißigen Helfer möchte ich Frau Nazarenus-Vetter, Frau Wagner, Frau Dejak und Frau Haupt von der Deutschen Jugend aus Russland besonders hervorheben. Auch der Stadt Frankfurt, vertreten durch Frau Bürgermeisterin Ebeling, möchte ich danken für den Mut, das Neue zu wagen. Gerne habe auch ich mich für die Verwirklichung dieses Projekts eingesetzt“, so die Landesbeauftragte.

Mittlerweile sei es gesellschaftlicher Konsens in Deutschland, dass ein bedarfsgerechtes und hochwertiges Angebot zur Tagesbetreuung von Kindern in allen Altersstufen eine wesentliche Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist und gleichzeitig die Bildungschancen von Kindern verbessert. Die Politik der Hessischen Landesregierung verfolge dieses Ziel mit hoher Priorität. Besondere Bedeutung habe dabei der Ausbau eines die unterschiedlichen Prägungen und Bedürfnisse von Familien und Kindern unterstützenden Angebots für Bildung und Betreuung.

Frau Ziegler-Raschdorf stellte die Frage, warum eine bilinguale – also zweisprachige – Betreuungseinrichtung sinnvoll sei. Der frühe Erwerb einer zweiten Sprache fördere die allgemeine kognitive Entwicklung aber gleichzeitig auch die Entwicklung der Muttersprache. Sprachkenntnisse eröffneten nicht nur Chancen in Schule und Beruf, sondern unterstützten auch die Entwicklung und Empathiefähigkeit der Persönlichkeit. Die Kinder würden in einer zweisprachigen deutsch-russischen Umgebung gefördert und gefordert. Dies gebe den Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind nicht nur optimal betreut werde, sondern auch früh einen Zugang zur bestmöglichen Bildung habe. Das eröffne den Kindern in der Zukunft gute berufliche Chancen, so könnten sie für unsere Gesellschaft eine wichtige Brückenfunktion hinüber in den russischen Sprachraum einnehmen. Bei allen Problemen, die im Zusammenhang mit dem Thema Integration immer wieder diskutiert würden, sollte immer auch der Vorteil der Zweisprachigkeit gesehen werden. Er nutze der Verständigung der Menschen untereinander und diene damit einem friedlichen Miteinander der Nationen und er diene natürlich auch der Wirtschaft und der Wissenschaft.

Die Landesbeauftragte ging auch auf den Träger der Einrichtung, die Landesgruppe Hessen der Deutschen Jugend aus Russland ein. „Die Einbeziehung der Landesgruppe Hessen der DJR ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der hessischen Integrationspolitik geworden. Wir sind uns Ihres Engagements bewusst und möchten Sie herzlich bitten, die vielfältigen Aktivitäten zur Eingliederung ihrer Landsleute auch in Zukunft fortzuführen. Hierzu gehört auch der Betrieb der bilingualen deutsch-russischen Kindertagesstätte hier in Frankfurt. Für Ihr Engagement spreche ich Ihnen Dank und Anerkennung der Hessischen Landesregierung aus. Für die Hessische Landesregierung versichere ich, dass Hessen auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der Deutschen Jugend aus Russland und ihrer deutsch-russischen Kindertagesstätte sein wird“, so Frau Ziegler-Raschdorf am Ende ihres Grußwortes.

Beitrag auf der Seite das Hessisches Sozialministerium. Bildlizenz mit freundlicher Genehmigung des DJR